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... bei der Alternativen Imkervereinigung Bruhrain und Umgebung.

Die dunkle Biene, Apis Mellifera mellifera war bis in die 30er Jahre in Deutschland beheimatet. Intensive Verdrängungszucht zu Gunsten der eigentlich in Österreich beheimateten  Carnica Biene unter dem Nazi Regime haben zur Ausrottung der dunklen Biene in fast ganz Europa geführt.
Die auf Höchstleistung (Honigertrag) und Sanftmütigkeit konsequent weiter gezüchtete Carnica ist aber immer weniger in der Lage, mit den Umweltbedingungen aber auch mit den gut gemeinten und vom Deutschen Imkerverband empfohlenen "Behandlungen" durch die Imker zurecht zu kommen. Monokulturen, Pestizide, die Varroamilbe sowie chemische Behandlungen der Carnica (zur Behandlung eben dieser Milben) treffen auf eine durch (In-)zucht und genetische Verarmung (Ausschneiden der Dronenbrut) geschwächte Biene. Die Folgen in Form eines dramatischen Bienensterbens in den letzten Jahren dürften inzwischen auch durch Berichte von Funk und Fernsehen allgemein bekannt sein.

Bienenschutz ist Naturschutz

Die Bienen sterben, auch in Europa, auch in Deutschland. Noch sind wir nicht so weit, wie in China, wo Menschen jede einzelne Obstblüte von Hand bestäuben müssen. Oder den USA, wo Honigbienen tausende Kilometer von einer zur nächsten Monokultur transportiert werden müssen, um dort Gemüse- und Obstplantagen zu bestäuben. Aber auch in Deutschland kommt es in den letzten Jahren zu bisher nicht bekannten "Ausfällen".

Auf die Frage nach dem Warum werden immer wieder 2 Antworten genannt. Zum Einen die Übertragung von Viren  durch die Varroa Milbe , zum Anderen die Landschaftliche Verarmung, Monokulturen sowie intensive Pestizidanwendung.

Ohne Frage spielen diese Faktoren eine große Rolle beim massenhaften Sterben der Bienen. Die vornehmste Ausgabe eines jeden Bienenfreundes sollte es daher sein, für eine Intakte Umwelt (nicht nur) für die Bienen zu sorgen. Bienenschutz ist Naturschutz und wir möchten auf diesen Seiten auf Wege und Möglichkeiten hinweisen, wie jeder Einzelne etwas für das Überleben unserer Bienen tun kann.

Darüber hinaus aber stellen wir uns die Frage, wie ein Insekt, das 100 Millionen Jahren auf der ganzen Weltkugel beheimatet ist, so plötzlich am Rande der Ausrottung steht. Wie kommt es, daß  auch 30 Jahren chemischer "Behandlung" unserer Bienen die Varroamilbe nicht erfolgreich bekämpft werden konnte ? Kann es wirklich die Lösung sein, unsere Bienen immer häufiger und intensiver zu "behandeln" ?

Oder ist es für uns als Imker, die ihre Bienen lieben, nicht an der Zeit uns und den Umgang mit den Insekten auch einmal selbst in Frage zu stellen?

Einer der vielen Wege die wir dabei gehen ist es,  dunkle Biene    Apis Mellifera Mellifera    wieder heimisch bei uns zu machen. Dabei sind wir davon überzeugt mit ihr eine Biene wieder  "nach Hause" zu bringen, die wesentlich unempfindlicher gegenüber den Klimaschwankungen, den Folgen der Monokultur sowie der Varroamilbe ist als die künstlich eingeführte und auf Massenertrag und Sanftmut gezüchtete Carnica.