Fragen
Warum wollt ihr die Dunkle Biene wieder "nach Hause" holen ?
Die dunkle Biene, Apis Mellifera mellifera, ist in unserer Region ursprünglich beheimatet. In den letzen 6 Jahrzehnten wurde sie mit Hilfe von Verdrängungszucht in Europa fast ausgerottet. Zu Gunsten der Apis Mellifera carnica, die ursprünglich in Östereich beheimatet ist. Die Carnica, schon damals als guter Honiglieferant bekannt und auf Grund ihrer Sanftmut geschätzt, wurde konsequent weiter auf Höchstleistung gezüchtet.
Diese Auslese in Zusammenhang mit einer auf Höchstleistung ausgerichteten Imkerei hat die Carnika jedoch anfällig gegenüber ihren Feinden, wie z.B. der Varroa Milbe gemacht.
Wir sind der festen Überzeugung dass die dunkle Biene schon von Haus aus besser mit unseren klimatischen Bedingungen zurecht kommt, auf die sie seit Jahrtausenden geprägt ist. Nicht den Zuchtzielen der Carnika unterworfen, ist sie den Wildbienen wesentlich näher und damit wehrhafter gegenüber ihren Parasiten. So kann sie sich z.B. mit Hilfe Ihrer Vorderbeine der Varroa Milbe entledigen. Eine Fähigkeit, die der Carnika abgezüchtet worden ist.
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Mit der Wiedereinbürgerung der dunklen Biene kann also das weitere Bienensterben verhindert werden ?
Nein, das wird leider nicht reichen. Eine durch Monokultur geprägte Landschaft, Einsatz von Pestiziden, eine auf Honig (-höchst) -leistung ausgerichtete Imkerei sowie eine gut gemeinte, jedoch in unseren Augen kurzsichtige Varroabekämpfung mit technischen Säuren werden das Problem in den nächsten Jahrzehnten noch verschärfen. Um der Biene überhaupt eine Überlebenschance zu geben ist es unerlässlich alles zu tun, um unseren Bienen eine lebenswerte Umwelt, im Kleinen wie im Grossen, zu schaffen. Um diesem Ideal möglichst Nahe zu kommen, haben wir uns unter Anderem zu folgenden Maßnahmen verpflichtet.
- Naturnahe Imkerei mit Naturwaabenbau.
- Verzicht auf Gabe von Rauch bei jedwedem Umgang mit den Bienen.
- Konsequente Varroakontrolle sowie Verzicht auf chemische Behandlung mit technischer Ameisensäure, Oxalsäure sowie anderweitigen chemischen Präparaten.
- Verzicht auf übermässige Honigentnahme sowie Auffütterung mit Zucker.
- Aufstellung der Bienenhäuser so weit möglich in einer Umgebung die von Blütenvielfalt gekennzeichnet ist.
- Keine Wanderimkerei. Keine Erzeugung von Sortenhonig.
- Konsequente Verbesserung des Biotops durch Aussaat und Anpflanzung von heimischen Blüten und Pflanzen.
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